KOLUMNE Reinhard Günzel

Alternativer Sarkasmus zum Tage (2)

Ein Jahr Breitscheidplatz, die CDU hat fertig

Jetzt also auch bei uns: Vor einem Jahr, quasi als Kollateralschaden eines von höchster Stelle angeordneten Staatsversagens, rast ein Lkw in den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Am Steuer Anis Amri, der auf diese Weise versuchte, möglichst viele Ungläubige zu töten, was ihm ja auch gelang. Das Leid der Opfer, das Merkels Gast über so viele Familien brachte, können wir Unbeteiligte eigentlich nicht ermessen.

Die Erfahrungen, die die Angehörigen der Opfer mit dem auf Dauer von Merkel regierten Deutschland dann mit eben diesem, unseren Land machen mußten, ist jedoch mehr als beschämend. Abgesehen davon, daß zwar der Mörder in allen Medien präsent war, keine Zeitung ließ es sich nehmen, uns ein Abbild dieses Scheusals zu vermitteln, das Staatsfernsehen reiste sogar in sein Heimatdorf und sendete eine Reportage – über die Opfer wurde rein gar nichts bekannt. Sie hatten kein Gesicht, keine Nationalität, nichts. Keine Kondolenz der ewigen Kanzlerin, kein Aufschrei, wir sind alle Breitscheidplatz, wieder nichts. Dafür Entschädigung nach den Regeln einer Kfz-Haftpflichtversicherung und als besonderes Schmankerl, in Deutschland herrscht schließlich Ordnung, erhielten die Angehörigen der Opfer eine Rechnung über die amtliche Leichenschau.

Es kann einem schon übel werden. Diese Kanzlerin ist kalt wie Hundeschnauze. Aber, wie der Herre, so das Gescherre. Meine Schwiegermutter erhielt kürzlich eine Medaille für 70 Jahre Mitgliedschaft in der CDU. Sie hatte nie Funktionen inne, der Partei aber stets die Treue gehalten. Die alte Dame ist nach einem Schlaganfall seit Jahren gelähmt. Die Medaille wurde ihr nun nicht etwa vom Kreisvorsitzenden, der im gleichen Dorfe wohnt, überreicht oder ein sonstwie würdiger Rahmen gesetzt. Wozu gibt es schließlich die Post? Und jemand, der ihr das Begleitschreiben mit Merkels Unterschrift vorliest wird sich schon finden.

Nein, diese Partei hat fertig, außen wie innen, oben wie unten.

Ihr
Dr. Reinhard Günzel

Dr. Reinhard Günzel ist Vorsitzender des AfD-Kreisverbands Dresden.