KOLUMNE Reinhard Günzel

Alternativer Sarkasmus zum Tage (4)

MUFL

Die MUFL, minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge, tauchten kurz auf und verschwanden bald wieder aus den Medien, genauso wie der unausgegorene Vorschlag des kostenlosen Nahverkehrs. Bei den MUFL wurde auch gar nicht darüber gesprochen, wieso Deutschland einen jeden, der bei der paßfreien Einreise behauptet, politisch verfolgt und minderjährig zu sein, wieso also in Deutschland diese Personen ausnahmslos sofort der Jugendhilfe übergeben werden und hier staatliche Fürsorge de luxe mit persönlichen Betreuern rund um die Uhr und kostenlosen Freizeitangeboten, einschließlich Schwimmunterricht genießen. Altersfeststellung nur bei Einverständnis und Betreuung wenn erforderlich ohnehin bis zum 27. Lebensjahr.

Nein, infrage gestellt wurde hier nichts, es ging diesmal nur um Geld, denn die MUFL kosten, kosten erheblich mehr als 50.000 EUR jährlich und zwar cash, also für jeden MUFL das Nettoeinkommen zweier Facharbeiter. Das ist nicht ohne, schlagen doch die Dresdner MUFL mit jährlich mehr als 10 Mio EUR zu buche, während für alle in Sachsen liebevoll betreute MUFL mehr als 100 Mio EUR aufzuwenden sind. Für ganz Deutschland mit mehr als 60.000 MUFL wird mit fast 5 Mrd. EUR Kosten gerechnet. Und hier setzte die Diskussion an, denn die Kosten werden den Städten und Gemeinden nur teilweise vom Bund erstattet. Die Kommunen bleiben auf einem erheblichen Teil der Kosten sitzen und sie wollen daher mehr vom Bund.

Hier haben wir so eine der üblichen, das Hirn vernebelnden Scheindiskussionen, geführt, um vom wahren Sachverhalt abzulenken und das ist Alltag in der deutschen Medienlandschaft, denn wenn der Strom aus der Steckdose kommt, kommt logischerweise das Geld für all die schönen Weltenrettungsmaßnahmen vom Finanzministerium.

Oder ist es nicht doch der Steuerzahler, von dessen Einkommen monatlich sogleich ein nicht unerheblicher Anteil einbehalten wird, der vom verbleibenden Teil auch noch Mehrwertsteuer und Gebühren begleicht? Der ja praktischer Weise auch in das soziale Sicherungssystem einzahlt, dem am Ende buchstäblich die Rechnung für alle Staatsausgaben vorgelegt wird? Ja, und wenn ich schon vom Ende spreche, nach all den schönen Jahren als Steuerzahler, kommt so einer oder eine mal nicht umhin, ein Alten- oder Pflegeheim in Anspruch zu nehmen, sind wieder Zahlungen fällig.

Näheres hier: Verbraucherzentrale: Kosten im Heim: Was Sie selbst tragen müssen

Das soll’s gewesen sein.

Hier noch ein anderer, entspannterer Beitrag zum Thema: Professor Sachse zu unbegleiteten Flüchtlingen

Ihr
Dr. Reinhard Günzel

Dr. Reinhard Günzel ist Vorsitzender des AfD-Kreisverbands Dresden.