Kandel – die Essenz von Merkels Politik

Von Maximilian Krah

„Das Normale beweist nichts, die Ausnahme beweist alles“ erkannte Carl Schmitt. Jeder Vertrag wird für den Konfliktfall konzipiert, erst dann zeigt sich, ob der Anwalt sein Honorar wert war. Den guten Kapitän erkennt man im Sturm, den weisen Politiker in der Krise, den tüchtigen Offizier im Einsatz. Die deutsche Einwanderungspolitik erkennt man an dem schrecklichen Mord an der 15jährigen Mia in der pfälzischen Kleinstadt Kandel, und zwar in erschreckender Deutlichkeit und Eindeutigkeit.

In Kandel kam alles zusammen, was seit 2015 als richtig, gut und wünschenswert vorgegeben wird. Die „Zivilgesellschaft“ in Rheinland-Pfalz unterstützt einhellig die Masseneinwanderung, eine wahrnehmbare Gegenbewegung wie in Sachsen gibt es bis heute nicht. Stattdessen bestehen flächendeckend Flüchtlingsunterstützerinitiativen, die Kirchen sind stark engagiert, die Bürgermeister und Landräte helfen, wo immer sie können. Das Jugendamt investiert je angeblich minderjährigem „Flüchtling“ 60.000 Euro je Jahr und sorgt für die Integration in Regelschulen. In Kandel organisierten ehrenamtliche Flüchtlingshelfer sogar „Kennenlernabende“ von deutschen Mädchen mit den angeblich minderjährigen männlichen „Flüchtlingen“; einige der verstörenden Bilder der Backfische mit den augenscheinlich erwachsenen Einwanderern, denen sie vorgeführt wurden, finden sich noch im Internet. Der Landtag lehnte im November 2016 mit beschämend dummen Argumenten von CDU, SPD, Grünen und FDP einen Antrag der AfD auf regelmäßige medizinische Altersfeststellung ab. Die Eltern von Mia intervenierten nicht gegen die sexuelle Beziehung ihrer 15jährigen Tochter zu einem Afghanen, obwohl sie erkannten, dass dieser deutlich älter als ihre Tochter ist, sondern „nahmen ihn wie einen Sohn auf“.

Landesregierung, Bürgermeister, Zivilgesellschaft, Schule, Eltern – sie alle arbeiteten der Kanzlerin entgegen. Und genau das führte zu dem Mord. Hätte auch nur einer der Beteiligten obstruiert, würde Mia aller Wahrscheinlichkeit noch leben. Hätte der Landtag 2016 die Altersfeststellung beschlossen, wäre der Killer als erwachsen erkannt und nicht mehr in der Schule mit dem Mordopfer unterrichtet worden. Ohne die Flüchtlingshelfer und ihre Unterstützung durch den Bürgermeister hätten sich Täter und Opfer nicht kennengelernt. Ohne die Ideologisierung der Eltern hätten diese die Sexualbeziehung zwischen ihrer Tochter und dem Täter unterbunden. Und ohne die allgemeine Euphorie über das eigenen Gut- und Buntsein hätte sich die 15jährige wohl kaum in einen sichtlich deutlich älteren Einwanderer verliebt. Mia starb, weil in Kandel (wie in weiten Gebieten Westdeutschlands) Merkels Einwanderungspolitik einhellig unterstützt wird. Der Mädchenmord ist der Brennpunkt, an dem die verschiedenen Ebenen der Masseneinwanderung zusammentreffen: Bundespolitik, Landespolitik, Kommunalpolitik, zivilgesellschaftliches Engagement, individuelle Ideologisierung.

Die ständigen Übergriffe auf Frauen, die Gewalttaten, das alltäglich gewordene Messern – das sind eben nicht nur Betriebsunfälle, weil irgendwo irgendwer einen Fehler macht, nicht mitzieht, gar obstruiert; nein, Kandel zeigt, dass diese Abscheulichkeiten gerade dann geschehen, wenn alle mitziehen, alles nach Plan läuft, alle überzeugt sind. Die Endkonsequenz aus Merkels Politik ist die völlige Entrechtung der autochthonen Bevölkerung, bis hin zur Tötung.

Und damit ist das Trauerspiel nicht beendet. Denn in diesem wahnhaften System gibt es keine Chance für die Familie, Gerechtigkeit zu finden. Es begann bereits damit, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunkt, der immerhin einen verfassungsmäßigen Informationsauftrag hat, sich weigerte, über den Fall zu berichten. Die verzögert einsetzende Berichterstattung der staatsnahen Medienhäuser ist geprägt von Relativierung und Schönrednerei. Die FAZ, hinter der früher einmal kluge Köpfe steckten, schaffte es sogar, einen Artikel über die Hintergründe des Mordes zu publizieren, ohne die kulturell determinierte Frauenverachtung gerade in Afghanistan auch nur zu erwähnen. Selbst die UNO weiß es besser, und ich erinnere mich immer an den muslimischen Kashmiri in Dubai, der mir erklärte, dass er die Moschee nicht besuche, weil er mit den Afghanen und Pakistani da nichts zu tun haben wolle – ihre Frauenverachtung widere ihn an: „Sie respektieren nicht einmal ihre Mutter und Schwester. Eine Frau ist ihnen weniger wert als ein Kamel!“ In Kandel wie Berlin wird trotz des Mordes die alles entscheidende Frage, welche ethischen Vorstellungen wir uns hier hunderttausendfach importieren, aber nicht einmal gestellt.

Die Justiz wird auch keine Gerechtigkeit verschaffen. Die nun zu erwartende Altersfeststellung wird ein Mindestalter des Täters ergeben, das – jetzt spekuliere ich – knapp unter 21 Jahren liegt. Damit wird vor einer Jugendkammer verhandelt, die Verteidigung wird von der „Traumatisierung“ des Killers während der Flucht sprechen, die Staatsanwaltschaft, die ohnehin nur wegen Totschlags statt wegen Mordes ermittelt, sich darauf einlassen. Jedes Urteil über 8 Jahren Freiheitsentzug wäre eine positive Überraschung. Nach vier Jahren kommt der Täter in den offenen Vollzug, und weil er im Knast irgendeine Lehre zumindest angefangen hat, wird er schlussendlich nicht nur nicht abgeschoben, sondern darf seine Familie nachholen. Wer wettet dagegen?

Alle Institutionen, die durch ihre elende „Flüchtlingshilfe“ diesen Mord erst ermöglicht haben, werden weiterhin diesem Killer „helfen“. Der Vater des Opfer sagte über den späteren Mörder seiner Tochter: „Wir halfen ihm, weil er niemanden hatte“ – man kann sich kaum mehr täuschen: Seine Familie ist es, die niemanden hat. Im Willkommenswahn des bunten Deutschlands ist der „Flüchtling“ der Fetisch, dem geopfert wird: allein 2017 etwa 4 Milliarden Euro nur für die angeblich minderjährigen angeblichen Flüchtlinge, insgesamt 50 Milliarden direkte und indirekte Kosten – plus das Leben von Mia. Und jeder Versuch, das zu ändern, wird im Bundestag wie den Landtagen von allen etablierten Parteien abgebügelt, stets unter Applaus von Medien, Kirchen, Zivilgesellschaft. Die Institutionen der Republik sind vereint im Kampf gegen das eigene Volk, sie orchestrieren eine Masseneinwanderung des Prekariats aus dem Orient und Afrika, um die historisch gewachsene Identität unseres Landes zu vernichten. Damit zerstören sie zugleich die Grundlagen unseres friedlichen Zusammenlebens. Es ist ein kollektiver Wahn, wie ihn Deutschland das letzte Mal im Nationalsozialismus erlebt hat.

Bereits jetzt gibt es keinen Weg mehr zurück in das friedliche, beschauliche und solidarische Deutschland von vor 2015. Es sind über zwei Millionen neue Einwanderer im Land, fast durchweg männliche, junge Muslime, nahezu alle dauerhaft auf Sozialtransfers angewiesen. Mit unserer Polizei, Justiz, unseren Gesetzen ist denen nicht beizukommen. So wenig wie die Polizei in Kandel den Killer beeindrucken und das Leben von Mia schützen konnte, kann sie es irgendwo sonst. Die Justiz ist nicht einmal willens, gegen die Gewalt harte Kante zu zeigen. Die Gesetze lassen es auch kaum zu. Insbesondere das Abschieberecht ist im Kern ein Abschiebeverhinderungsrecht. Und die Politiker werden im Zweifel immer der Polizei und einzelnen mutigen Beamten in den Rücken fallen.

Nach wie vor wird jeder ins Land gelassen und hier versorgt, der Einlass begehrt. Niemand wird vorher überprüft. Falsche Angaben zu Alter, Herkunft, Identität sind kein Abweisungsgrund. Selbst abgelehnte Antragsteller werden fast nie abgeschoben. Von den angeblich minderjährigen „Flüchtlingen“ wurde bislang kein einziger zwangsweise aus Deutschland heraus verbracht, und zwar unabhängig vom wahren Alter. Sogenannte Flüchtlinge, die per definitionem nur ein begrenztes Aufenthaltsrecht haben, werden gleichwohl teuer „integriert“. Obwohl der Bürgerkrieg in Syrien im wesentlichen beendet ist, soll der Familiennachzug für Syrer ermöglicht werden. Bereits ohne Familiennachzug liegt die Zuwanderung nach Deutschland bei etwa 15.000 Personen je Monat. Diese Politik führt in jeder Hinsicht in die Katastrophe: finanziell, sozial, sicherheitspolitisch. Sie isoliert zudem Deutschland in Europa und erzeugt weltweit Kopfschütteln.

Es kann nur noch darum gehen, den eingetretenen Schaden zu begrenzen. Die Aufklärung über den Mordfall in Kandel ist dafür unerlässlich. Die Wahrheit ist schmerzhaft, besonders für jene, die dem Multikulti-Wahn immer noch verhaftet sind; wir können sie ihnen nicht ersparen und müssen auch die Namen der Verantwortlichen nennen. Nach Kandel muss klar sein: Willkommenskultur ist tödlich!

Dr. Maximilian Krah ist Rechtsanwalt und ehemaliges Mitglied der CDU. Seit 2016 engagiert er sich im AfD-Kreisverband Dresden.
Quelle: https://maximiliankrah.wordpress.com/2017/12/31/kandel-die-essenz-von-merkels-politik/