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Das Grundsatzprogramm und das Wahlprogramm stellen Leitgedanken vor, wie die AfD den „Angriff auf die Fundamente deutscher Staatlichkeit“ (Albrecht Glaser) zurückweist und die Demokratie in Deutschland bewahren will. Hier kommen nun Parteimitglieder zu Wort, sie heben aus der Vielzahl der Programmpunkte einige Aussagen heraus und beantworten die Frage: Weshalb ist gerade dieser Satz wichtig oder bemerkenswert? Heute stellt Giselher Suhr den Programmpunkt 8.1 der Kurzfassung des Wahlprogramms, Seite 26 vor:

Deutsche Leitkultur statt „Multikulturalismus“

Zur deutschen Kultur gehörte bis 1933 immer auch die intensive Auseinandersetzung mit den kulturellen Leistungen anderer Völker, anderer Epochen und anderer Religionen. Das war echte Bereicherung. „Mit der Heimat im Herzen die Welt umfassen“ – so brachte es vor über hundert Jahren Gorch Fock populär auf den Punkt.

Ja, wir Deutschen haben uns viel angeeignet. Die „klassische“ deutsche Bildung bezieht die Werte des Alten Kontinents (Europa) und seiner Völker selbstverständlich mit ein. Wer den wunderbaren Wörlitzer Park erkundet, findet dort, zur „Bildung“ der Untertanen von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau erbaute begehbare Zeugnisse der Weltkultur (einschließlich einer chinesischen Brücke).

Das alles aber hat mit „Multikulti“ und der heute herrschenden Ideologie der Vielfalt nichts zu tun. Dieser Multikulturalismus ist Teil des links-kommunistisch fundierten Projekts der universalen Gleichmacherei, die überhaupt nichts mit Kultur sondern nur mit Wertezerstörung zu tun hat. Zum deutschen Selbstverständnis (ein Wort, das mir besser gefällt als „Leitkultur“) hat immer auch das Bekenntnis zu den, von Linken verächtlich „Sekundärtugenden“ genannten Werten gehört: Fleiß, Treue, Gehorsam, Disziplin, Pflichtbewusstsein, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ordnungsliebe, Höflichkeit und Sauberkeit.

Helmut Schmidt kann als Verkörperung solchen deutschen Selbstverständnissen gelten. Linken ist diese Haltung schon ein Beweis für eine Art Nazinähe: Mit „Pflichtgefühl, Berechenbarkeit, Machbarkeit“, worauf sich der damalige Kanzler berief, könne man „auch ein KZ betreiben“, so 1982 Oskar Lafontaine über seinen SPD-Parteigenossen.

Deutschsein, ja jede Art von deutscher Kultur wird auf die Dauer unter dem Ansturm linker Ideologen, prinzipienloser Politiker, schwarz vermummter Krimineller und den Heerscharen von Merkels Völkerwanderung ohne Obergrenze untergehen. Die AfD zeigt Flagge dagegen. Mit Mut zu Deutschland, der heute mehr denn je dazu gehört.

Giselher Suhr ist Mitglied des Landesverbandes Berlin, Bezirk Steglitz/Zehlendorf. Er ist Journalist und schreibt u. a. für „eigentümlich frei“-online. Giselher Suhr war früher beim ZDF Redakteur und Moderator der Sendung „Kennzeichen D“.

HINTERGRUND
Das GRUNDSATZPROGRAMM der AfD: LINK
Das WAHLPROGRAMM zur Bundestagswahl 2017: LINK
Die KURZFASSUNG DES WAHLPROGRAMMS: LINK