r3 Mein Standpunkt

Gedanken aus Anlaß des Todes von Greta Wehner

Von Joachim M. Keiler

Greta Wehner, die Witwe des SPD-Politikers Herbert Wehner, verstarb am 23. Dezember in Dresden. Greta Wehner war Stieftochter von Herbert Wehner und „heiratete ihn später“. Sie wurde so zur bestbezahltesten Pflegefachkraft Deutschlands.

Ja: wenn es um die staatliche Witwenrente geht, sind selbst Altkommunisten mehr als erfinderisch.

Die Weitergabe von hohen Staatsapanagen ist nachgerade Tradition bei unseren Spitzenpolitikern: Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Walter Scheel sind sicher die prominentesten.

Die AfD sollte sich dafür einsetzen, daß bei Politikern Versorgungsehen unlukrativ werden, die nicht nur etwaige Ansprüche nach dem Versorgungsgesetz umfassen können, sondern insbesondere den sogenannten „politischen Nachlaß“ betreffen. Dieser sollte dem deutschen Volk und Steuerzahler zustehen. Man denke an den Streit mit Meike Kohl.

Wie bei einem Arbeitnehmer in der Wirtschaft stehen dem Arbeitgeber die Produkte des Schaffens (Ausnahme: Erfindungsvergütungen) zu. Ein Spitzenpolitiker arbeitet für sein Land. Das Volk ist quasi sein „Arbeitgeber“ und demgemäß sollten auch politische Nachlässe dem Staat zur Disposition stehen, denn ohne Volk kein Spitzenpolitker und kein politischer Nachlaß.

Dr. Joachim M. Keiler gehört dem AfD-Kreisvorstand Dresden an mit der Zuständigkeit Pressesprecher und Öffentlichkeitsarbeit.