VorstandKDen Kreisverband Dresden unterstützen nun tatkräftig die neu gewählten Vorstände Hans-Jürgen Zickler (l.) und Matthias Scholz (2.v.l.).

Von Dr. Thomas Hartung

Der AfD-Kreisverband Dresden hat mit   zuletzt 38 stimmberechtigten Mitgliedern eine Mitgliederversammlung veranstaltet, um den Essener Parteitag auszuwerten und zwei Vorstände nachzuwählen. Der Landesvorstand war durch Uwe Schuffenhauer vertreten, die Landtagsfraktion durch Jörg Urban und Andre Wendt.

Zunächst gab Schatzmeister Hans Heiner Krüpper gewohnt ruhig und sachlich seinen Bericht zum Jahresabschluss 2014 sowie über die Einnahmen/Ausgaben für den OB-Wahlkampf. Erleichtert konnte er einen gut vierstelligen Kontostand melden. Im Anschluss an den Bericht der Kassenprüfer wurde Krüpper zum Jahresabschluss 2014 entlastet.

Kreischef Jürgen Schulz gab anschließend den politischen Rechenschaftsbericht des Vorstands seit seiner Wahl im November 2014. Neben der beachtlichen Zahl von 182 Mitgliedern und Förderern, denen grade mal zwei Austritte in den letzten Tagen gegenüberstanden, verwies er auf das Engagement und die Tätigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie die vielen Veranstaltungen von Buchlesungen über Stammtische bis zu Events während des OB-Wahlkampfs. Ausdrücklich dankte er dem Landesvorstand für seine vor allem finanzielle Unterstützung.

An dieser Stelle setzte dann – nach einer nochmaligen kurzen Einschätzung Stefan Vogels – die Diskussion der Ergebnisse der Dresdner OB-Wahl an. Während eine knappe Mehrheit das Ergebnis von 4,8 Prozent angesichts der Umstände als Erfolg würdigte, der strategisch wirken würde, beklagte ebenfalls eine Mehrheit die fehlende Abstimmung mit Pegida und forderte, das Verhältnis zu dieser Bürgerbewegung dringend zu verändern.

Vor der Mittagspause lieferten die anwesenden Stadträte Stefan Vogel, Jürg Urban und Harald Gilke noch Berichte aus der Stadtratsfraktion, wobei nochmals die Fraktionszeitung gewürdigt wurde, und wählten die Mitglieder den Wahlleiter sowie die Zählkommission.

Anschließend stellten sich vier Kandidaten für die Nachwahl als Beisitzer zum Vorstand vor. Die Nachwahl war nötig geworden, nachdem Schriftführer Arndt Noack im Juni zurückgetreten war und Achim Exner wegen eines längeren beruflichen Auslandsaufenthalts sein Amt zur Verfügung stellte. Gewählt wurden mit sehr großer Mehrheit der Dresdner JA-Vorsitzende Matthias Scholz, ein 24jähriger Student, und mit sehr knapper Mehrheit Hans-Jürgen Zickler, ein 59jähriger selbständiger studierter Betriebswirt.

Die als Höhepunkt gedacht Diskussion der Ergebnisse des Bundesparteitags verlief dann eher kurz und meistenteils harmonisch – fast einstimmiger Tenor war: das reinigende Gewitter war wichtig und richtig, es einte die Mitglieder und gibt jetzt endlich Zeit und Raum für die dringend nötige Programmarbeit. Die Entfernung Bernd Luckes von der Partei, verbunden mit seinem Austritt, sowie der teilweise rüde Umgangston in Essen wurden zwar bedauert, aber für sekundär gehalten und dem Parteitagsklima zugerechnet.

Nach einer Aussprache zur Gründung von Ortsgruppen und verschiedenen Ankündigungen war die Mitgliederversammlung nach sechs Stunden beendet.