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Am Sonntag, den 02.10.2016, beging der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert gemeinsam mit Dresdner muslimischen Vereinen und Gruppen das Islamische Neujahr im Neuen Rathaus zu Dresden. Von Seiten der AfD-Stadtrats-Fraktion nahm auf besondere Einladung und Aufforderung im Rahmen der letzten Stadtratssitzung der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gordon Engler an der Veranstaltung im Ratssaal teil.

„Oberbürgermeister Hilbert sagte zwar am vergangenen Donnerstag zur Stadtratssitzung, dies sei kein religiöses Fest, doch die Eröffnung der Veranstaltung begann in muslimischer Weise mit der melodischen Rezitation mehrerer Koranverse. Auch die Grußworte einzelner Imame bzw. Vertreter der Gemeinschaften erinnerten mich an Predigten bzw. Lobpreisungen der islamischen Religion“, resümierte der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende, Stadtrat Gordon Engler, den Empfang zum Islamischen Neujahr im Rathaus.

Wie bereits in Gordon Englers mündlicher Anfrage an den Oberbürgermeister vermutet, wurde die Hedschra, die Flucht Mohammeds mit seinen Anhängern von Mekka nach Medina und der darauf folgenden Gründung eines Staates mit islamischer Rechts- und Gesellschaftsordnung, in Beziehung zu den heutigen Fluchtbewegungen hunderttausender Muslime nach Deutschland gesetzt.

Die Verbindung der heutigen Einwanderungsströme zur Flucht Mohammeds nach Medina, um dort sein theokratisches Staatswesen aufzubauen, welches bald darauf zu einem islamischen Großreich expandierte, wird beispielsweise in der Ansprache Herrn Dr. Abd Errahman Youssef (Marwa-Elsherbiny-Zentrum) deutlich: „ Nach vielen Jahren voller Leid und Erschöpfung […] hat sich der Prophet Mohammed entschieden, mit seinen Gefährten von Mekka nach Medina zu fliehen. Als sie dort ankamen, wurden sie herzlich empfangen. Und der Prophet Mohammed hat ein Dokument erstellt, in welchem das Zusammenleben beschrieben und geregelt wurde. Das war die erste Verfassung dieser jungen muslimischen Gemeinde. Ja, in dieser jungen Entstehungszeit, die ein geregeltes gesetzlich beschreibt und auch organisiert. Und was wir heute erleben, ist eine ähnliche Situation, in der Familien und Menschen aus Angst um ihr Leib und Leben aus verschiedenen Ländern nach Deutschland geflohen sind und hier Schutz suchen und hier ein ehrwürdiges Leben führen wollen – in einem Land, das als Rechtsstaat bekannt ist.“ Auch der Vertreter der Ahmadiyya-Gemeinde, Imam Said Ahmad Arif, zog den Hedschra-Vergleich Mohammeds zur heutigen Lage in Deutschland: „Und auch heute sehen wir eine Art Flucht, eine Art Hedschra aus den Kriegsgebieten.“ Ähnlich äußerte sich auch der Vertreter von der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), Ender Cetin.

„Die Stoßrichtung dieser Worte“, erklärt Stadtrat Gordon Engler, „lässt in mir ein unbehagliches Beklemmen zurück. Ich bleibe dabei, diese Veranstaltung im Neuen Rathaus war ein Fehler. Jetzt kann sich jeder, der eine Islamisierung Europas fürchtet, durch die Botschaften aus dem Dresdner Ratssaal bestätigt sehen.“

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