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Bilderberger: schlecht für Dresdens Ruf

Im Juni tagt die Konferenz der sogenannten „Bilderberger“ in Dresden. Das ist ein inoffizielles Treffen von Politikern, Wirtschaftsbossen, Supereichen, Medienmogulen und Militärs aus aller Welt. Von diesen Konferenzen dringen keine Inhalte nach außen, Presse oder Gäste sind nicht zugelassen.
Dazu Jörg Urban, Dresdner Stadtrat und sächsischer Landtagsabgeordneter der Alternative für Deutschland (AfD):Es ist mehr als fraglich, ob eine solche Geheimkonferenz dem Ruf Dresdens nützlich sein wird. Denn hier wird hinter verschlossenen Türen ausgekungelt, was letztlich viele Regierungen weltweit nur noch abnicken dürfen, was die einfachen Bürger aber direkt in ihren Lebensumständen betrifft.Eine zutiefst undemokratische Zusammenkunft von selbsternannten Eliten, die hier über das Schicksal von Milliarden einfacher Menschen beraten. Dresden täte gut daran, diese Konferenz zu verhindern. Die Kunst- und Kulturstadt als Tagungsort geheimer Machtmonopole – keine gute Werbung.

Andererseits stellt sich mir aber auch die Frage, wer die zu erwartenden massiven Sicherheitsmaßnahmen rund um das Treffen bezahlen wird. Wohlgemerkt: es handelt sich um keinen Staatsbesuch, auch nicht um die Zusammenkunft einer offiziellen Organisation der internationalen Gemeinschaft. Es handelt sich, genau genommen, um ein Treffen von Privatleuten. Wenn die dann aber für Millionen aus dem Steuertopf von jenen abgeschirmt werden, über deren Schicksal sie gerade beraten, hört bei mir jedes Verständnis auf. Die Polizei hat besseres zu tun, als ein paar selbsternannte Weltenlenker bei ihren Kungeleien zu beschützen.

Deshalb fordere ich die Dresdner Stadtverwaltung und die sächsische Landesregierung auf: keine Unterstützung für dieses Treffen. Weder durch stille Duldung noch durch Millionen für polizeiliche Sicherungsmaßnahmen!

Dazu auch meine mündliche Anfrage an die Stadtverwaltung:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

vom 9. bis 12. Juni 2016 findet die sogenannte Bilderberger-Konferenz in Dresden statt. Bei dem informellen Treffen beraten sich hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Politik. Wir haben im Zusammenhang mit anderen politischen Veranstaltungen immer wieder Diskussionen erleben müssen, ob und wie sehr solche Veranstaltungen dem Image Dresdens schaden. Die Bilderberger-Konferenz hat für viele Menschen einen sehr schlechten Ruf. Sie steht für Globalisierung, Eliten-Wirtschaft und Demokratiefeindlichkeit.

Deshalb möchte ich Ihnen folgende Frage stellen:

Wertet die Landeshauptstadt Dresden diese Veranstaltung als wirtschaftlichen und ideellen Gewinn oder als Belastung für Dresden?

<<Herr OB Hilbert wertet das Bilderberger-Treffen als wirtschaftlichen und ideellen GEWINN für Dresden!>>

1. Nachfrage: Mit welchen Einschränkungen für die Dresdner Bürger und Dresdens Gäste rechnet die Landeshauptstadt durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und Demonstrationen zur besagten Veranstaltung?

<< Zu den Einschränkungen kann Herr OB Hilbert NICHTS sagen. >>

2. Nachfrage: Haben Vertreter der Landeshauptstadt Dresden eine Einladung zu der Konferenz erhalten? Wenn ja, werden Sie daran teilnehmen?
 

<< Herr OB Hilbert hat noch KEINE Einladung erhalten. >>
Fraktion der „Alternative für Deutschland“ (AfD) im Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden
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