Frieden oder Politik?
Auch eine Mehrheit ist dem ganzen Dresden verpflichtet.

Die Nachbeben zur Dresdner Haushaltsdebatte vom 24. November erweisen sich als noch verheerender, als die freihändige Finanzierung der Agitprop-Initiative “Dresden.Respekt” mit über einer Million Euro schon ahnen ließ. Nun kommt ans Licht, dass die indirekte Gegenfinanzierung u.a. durch die Kürzung der Mittel für die Dresdner Philharmoniker und die Dresdner Musikfestspiele erfolgen soll. Der Chefdirigent Sanderling erklärt daraufhin, seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen, und der Intendant der Musikfestspiele zerbricht sich den Kopf, wie er seine durch künftige Konventionalstrafen absehbare Zahlungsunfähigkeit bewältigen soll. Die Kulturbürgermeisterin Klepsch (Linke) unterstellt den verantwortlichen Künstlern egoistische Motive. Sie zerstört dadurch nicht nur viel Renommee, von dem Dresden immer noch lebt, sondern sabotiert auch die Bewerbung Dresdens zur Kulturhauptstadt Europas.

Worum geht es bei diesem banausenhaften Trauerspiel der RRG-Koalition? Um Politik, um eine Politik gegen die Interessen der Stadt und ihrer Bürger. Mehr noch, die Koalition benutzt die in einer Demokratie üblichen und kennzeichnenden Differenzen, um Widersprüche mit allen Mitteln auszugrenzen und zu stigmatisieren. Nicht um die Stadt zu befrieden, sondern um sie zu beherrschen.

 “Frieden ist aber die entscheidende Kulturleistung, nicht die Herrschaft einer Koalition,” meint Karin Wilke, Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kultur des Sächsischen Landtages. „RRG braucht eben keine Klangkörper, sondern viel Geld für herangekarrte Straßenkämpfer und agitierenden Pop.“

Das ist das kulturelle Format der Mehrheit im Stadtrat, aber nicht das was Dresden braucht.

Für Rückfragen:
Karin Wilke, MdL
Tel. 0172 3507742