20190407 Dr. Christian Blex

Argumentationshilfe: Diesel

Von Dr. Christian Blex MdL, stellvertretender Landessprecher NRW

+++ Die Diesel-Technologie ist gesundheitsschädlich! +++

Das ist falsch! Durch immer bessere Motoren steigt die Luftqualität trotz mehr Verkehr.
Der Abgas-Ausschuss des Bundestags hat 2017 festgestellt: es gibt „keine
toxikologisch bedenklichen Stickstoffdioxid-Werte“ (NO2) und: „Es gibt keine
wissenschaftlich erwiesenen Zahlen dazu, wie viele Menschen aufgrund
grenzwertüberschreitender NO2-Expositionen erkrankt oder gar gestorben sind.“

Stickstoffdioxid ist ein ganz normaler Bestandteil der Atemluft. Der Feinstaub stammt
zum Großteil nicht aus Diesel-Motoren, sondern entsteht durch Reifen-, Bremsen- und
Straßenabrieb. Daran würden auch Elektroautos rein gar nichts ändern!

Tatsächlich sprechen sich seit Anbeginn des Feldzugs gegen den Diesel zahlreiche
Mediziner für die deutsche Spitzentechnologie aus. Anfang Januar äußerten mehr als
100 Lungenfachärzte erhebliche Zweifel an der wissenschaftlichen Methodik bei der
Festlegung der EU-Grenzwerte.

Und was leider so gut wie gar nicht berichtet wurde: Ende Juni 2018 erklärte der Leiter
des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI bei einer
Öffentlichen Anhörung des Verkehrsausschusses im Bundestag: Moderne Diesel mit
EUR 6-Norm sind sogar sauberer als öffentlicher Nahverkehr!

+++ Aber der EU-Grenzwert für Stickoxide wird überschritten! +++

Die EU hat den aktuellen Grenzwert nie wissenschaftlich begründet.

Bis 2010 betrug der Stundengrenzwert für Außenluft noch das Fünffache! Weil dieser
Grenzwert praktisch nirgendwo überschritten wurde, senkte die EU die Grenze auf den
aktuellen Grenzwert von 40 μg/m³ (USA: 103 μg/m³). In geschlossenen Räumen
entspricht unser Grenzwert bereits einem Adventskranz mit vier brennenden Kerzen!

Anders sieht es an Arbeitsplätzen aus. Dort erlaubt die EU bei einer 40 Stunden-
Arbeitswoche 950 μg/m³. Atmet ein Arbeitnehmer also 40 Stunden pro Woche diesen
Maximalwert ein, so ist von keinerlei Gesundheitsgefahr auszugehen.

In Deutschland ist eine Überschreitung der Grenzwerte aber leider erwünscht. Laut EU
müssen die Messstationen nämlich mindestens 25 Meter vom Rand verkehrsreicher
Kreuzungen und höchstens 10 Meter vom Fahrbahnrand entfernt sein. Das heißt, die
zuständigen Behörden haben einen Auslegungsspielraum, wie weit entfernt die
Messstationen stehen dürfen. Aber was machten unsere Behörden? Sie platzierten
die Messstationen übergehorsam direkt am Straßenrand und provozierten eine
Überschreitung der Grenzwerte. Bereits wenige Meter hinter den Messstationen nimmt
die Konzentration wieder rapide ab.

So blöd sind die Griechen nicht. In Athen steht die Messstation 10 Meter von der
Straße entfernt. Dabei haben die Griechen gar keine Autoindustrie – wir schon!

Zum Thema Arbeitsplätze:

Ein Ende der deutschen Spitzentechnologie Diesel wäre eine volkswirtschaftliche
Katastrophe.

In Deutschland sind schätzungsweise 1,8 Millionen Arbeitsplätze, die direkt oder
indirekt von der Autoproduktion abhängig sind, von dem Feldzug gegen den Diesel
bedroht – aus rein ideologischen Gründen!

Die von Diesel-Gegnern gepriesene Elektromobilität wird diese zerstörten
Arbeitsplätze nicht ausgleichen können. Elektromotoren funktionieren um ein
Vielfaches simpler als Verbrennungsmotoren und bestehen aus deutlich weniger
Teilen.

Während aus den Altparteien bestenfalls Lippenbekenntnisse kommen, ist die AfD
die einzige Partei, die sich klar und unmissverständlich zu der Dieseltechnik bekennt
und somit unserer ganzen Autoindustrie den Rücken stärkt.