Der Corona-Virus und seine unfreiwilligen Helfer

Der Corona-Virus und seine unfreiwilligen Helfer

Der Corona-Virus und seine unfreiwilligen Helfer

Seit Ende 2019 grassiert die Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) in Wuhan in China. Schnell sind Zehntausende infiziert und die chinesischen Behörden greifen zu drastischen Maßnahmen, um die Seuche einzudämmen. Es gibt keine Gegenmittel. Die chinesischen Behörden greifen auf die im Mittelalter im Kampf gegen Pest, Cholera und Blattern bewährte Methode der Ausgrenzung der Erkrankten zurück und sperren ganze Städte aus. Ein Proteststurm rast durch das westliche Europa: Menschenrechte werden von einem totalitären Regime brutal verletzt.

Am 1. Januar 2020 gibt es den ersten Corona-Infizierten in Bayern. Der Mann hatte sich beruflich in China aufgehalten. Am 21. Januar bringt sich die WHO in den Kampf gegen den Virus ein, damals vor allem mit Blick auf Asien. EU wiegt sich in Sicherheit und beklagt nur die übermäßige Härte der chinesischen Regierung.

Gesundheitsminister Spahn sieht Deutschland in Anbetracht seiner 28.000 Beatmungsgeräte bestens gewappneten. Verglichen mit anderen Ländern mag das durchaus viel erscheinen, für die Corona-Epidemie sind es allerdings ganz ohne Frage zu wenige. Robert-Koch-Institut und Kanzlerin gehen davon aus, dass 60-70 % der deutschen Bevölkerung infiziert werden. Die AfD fordert in Anbetracht der noch völlig unbekannten Auswirkungen der Krankheit Gegenmaßnahmen am Vorbild von China. Die meisten politischen Parteien bezeichnen die AfD als Hetzer, die Weltuntergangszenarien zu ihrem politischen Vorteil verbreite, die Menschenrechte missachte.

Inzwischen wurde bekannt, dass es auch leichte Verläufe der Krankheit gibt. Die aktuelle Erfahrung lehrt, dass 0,2 % der Infizierten, insbesondere ältere und vorerkrankte Menschen leidvoll sterben. Sie ertrinken quasi – isoliert und ohne Aussicht auf Hilfe. Bei einer Bevölkerung von 80 Millionen kann das in den kommenden Monaten  über 100.000 Menschen betreffen, sofern man die weitere Ausbreitung des Corona-Virus nicht umgehend und rigoros stoppt.

Sind das gelebte Menschenrechte?

Vor welchen Herausforderungen das deutsche Gesundheitswesen steht, zeigt das nebenstehende Schaubild, das die Zahl der bislang Infizierten (RKI) im Zeitverlauf zeigt. Mit dem im Diagramm angegebenen Polynom kann diese Entwicklung sehr gut beschrieben werden. Die Trendlinie lässt erwarten, dass noch in diesem Monat die Zahl der Infizierten bis zu 50.000 ansteigt. Damit wäre das Gesundheitssystem schon in kurzer Zeit überfordert. Es stünde weder ausreichend Personal noch Beatmungstechnik zur Verfügung.

Während sich die Ministerpräsidenten der am meisten vom Corona-Virus gezeichneten Länder Bayer und Nordrhein-Westfalen mit besonders markigen Sprüchen gegen die AfD als neue Kanzler zu empfehlen versuchen, zeigen andere, dass es mit weniger Geschwätz aber mehr konsequenten Handeln durchaus gelingen kann, den Virus einzudämmen. Singapur und andere asiatische Staaten vor machen das unseren verlogenen, selbsternannten Demokraten vor.

https://sciencefiles.org/2020/03/14/covid-19-deutschland-macht-keinen-guten-sondern-einen-miserablen-job/

In Singapur traten Mitte Februar mehrere COVID-19-Fälle auf, also etwas später als in Deutschland. Doch während zu der Zeit mit Billigung der meisten Parteien außer der AfD, Kirchen und zivilgesellschaftlichen Kräften mit dem Fasching völlig ungebremst auf die Katastrophe zuraste, hat dieser kleine Staat mit 5,6 Millionen Einwohnern und einer ungeheuren Bevölkerungsdichte von 7.804 Einwohnern pro km² sofort gehandelt. Die Zahl der Erkrankungen ist seitdem nur geringfügig gestiegen. „Sciencefiles“ deutet die Unterschiede im Herangehen an:

  • Rigoroses, verpflichtendes Testen selbst bei nur milden Symptomen.
  • Die Behandlungskosten für einen etwaigen Krankenhausaufenthalt werden aus der Staatskasse getragen.
  • Arbeiter und Angestellte erhalten eine volle Lohnfortzahlung, Selbständig rund 65,50 € pro Tag.
  • Alle Kontaktpersonen werden aufgespürt und getestet.
  • Alle Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2 sind transparent. Jeder kann sich jederzeit informieren, wie viele Infizierte es in seiner Nähe gibt. Jeder erhält jeder eine Benachrichtigung zu Orten, an denen sich der Infizierte in den zurückliegenden Tagen aufgehalten hat und kann prüfen, ob er in Gefahr ist.

Doch da sind wir schon beim Punkt Digitalisierung, wo Deutschland gleichermaßen versagt und seine Zukunft verspielt.

VR  ist Mitglied des AfD-Kreisverbands Dresden

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