20190205 Dirk Spaniel Deutsche und EU-Staatsschulden

Deutsche und EU-Staatsschulden „endlagern“?

Von Dr. Dirk Spaniel, MdB

Liebe Leser und Freunde,

würden Sie Ihre privaten Schulden, Kredite oder Darlehen nicht auch gerne loswerden? “Endlagern” heißt ein neuer Vorschlag, der uns von einem Finanzredakteur in der ‘Welt’ als Lösung vorgeführt wird. Man könnte das Ganze auch so nennen: Einen Taschenspieler- und Trickbetrügertrick im ganz großen Stil. Als Vorbild dient Japan. Lesen Sie, wie das gehen soll und erfreuen sich daran, dass nicht nur die EU ein unseriöser Finanzverein ist, sondern dass “Journalisten” die Vorschläge eines Vermögensverwalters von Superreichen weiterreichen.

“Seit der Finanzkrise haben die großen Industriestaaten ihre Schulden nicht gesenkt. Deutschland bildet zwar weltweit eine Ausnahme, allerdings nur auf den ersten Blick. Es gäbe einen Ausweg – der aber ist in Europa nicht mehrheitsfähig”, bedauert der Schreiber.

“Kein anderes Land auf der Welt ist stärker verschuldet als Japan, und die Notenbank kauft praktisch alles auf, was der Tokioter Finanzmarkt hergibt – nicht nur Anleihen, sondern auch Aktien. Das Land könnte beispielgebend sein, auch und gerade für die Europäer. Es wäre zwar ein unkonventioneller Weg im Umgang mit den Staatsschulden, aber vielleicht gerade deshalb erfolgversprechend.”
Aha. Unkonventionell.

“Was also kann getan werden? Ein Weg wurde in Griechenland besonders brutal vorexerziert: radikales Sparen. Die zweite Möglichkeit – besonders gern in Deutschland propagiert – bestünde darin, die Staaten einfach pleitegehen zu lassen. Doch es gibt einen dritten Weg, und letztlich hat die Welt diesen schon beschritten. Die Zentralbanken haben in den vergangenen Jahren Schuldscheine im Milliardenwert aufgekauft – die amerikanische Fed rund zwölf Prozent der US-Schulden, die EZB etwa 15 Prozent der italienischen und ein Viertel der deutschen Staatsanleihen. Noch viel weiter geht Tokios Notenbank, denn sie hält inzwischen fast die Hälfte der japanischen Schulden. „Japan hat sein Staatsschuldenproblem faktisch gelöst“, sagt Reinhard Panse, Chefstratege bei HQ Trust, einem Geldverwalter der Superreichen.”

Hört, hört. Wer das Vermögen von Superreichen verwaltet, weiß, wie das Tricksen geht.

“Panse glaubt nicht, dass die Anleihen von der Notenbank noch mal auf den Finanzmarkt zurückgebracht werden. Die Schulden werden bei der Zentralbank endgelagert. Das hält er für richtig. „Die Japaner haben erkannt, dass sie ihre Schulden nie wieder zurückzahlen können.“

Buchgeld wird ‘endgelagert’. Eine raffinierte Nummer. Wir ignorieren, dass die Leiche tot ist und bauen ihr ein unterirdisches Haus.

“Panse geht daher noch einen Schritt weiter: Letztlich sollten die Notenbanken jene Schuldtitel, die bei ihnen lagern, einfach aus der Bilanz streichen. Denn ob sie nun darinstehen, ohne Aussicht jemals wieder in den Markt zurückgegeben zu werden, oder ob sie einfach gestrichen werden, mache keinen Unterschied.”

Wir könnten künftig auch Straftaten aus der Kriminalitätsbilanz streichen. Es gäbe dann keine Vergewaltigungen oder Morde mehr. Macht das Leben für manche einfacher, nicht wahr?

“Die EZB wird das letztlich auch machen, ist er überzeugt. Und vielleicht werden die Politiker der G20 in Osaka darüber schon mal nachdenken. Den passenden Ort dafür hätten sie jedenfalls.”

Kann ich mir gut vorstellen bei unseren abgewirtschafteten Regierungsparteien CDU/CSU und SPD der Merkelrepublik. Wenn das passieren würde, verschwänden auch die deutschen Forderungen der Target-2-Salden von einer Billion Euro aus der Bilanz.

Sie, liebe Bürger, fleißige Arbeitnehmer und eifrige Steuerzahler dürfen ihre privaten Schulden weiter abbezahlen. Guter Deal, oder?

Zeit für eine vernünftige Wirtschafts- und Finanzpolitik.
Zeit für die #AfD.

Ihr Dr. Dirk Spaniel