Skandalurteil Döbeln - Bewährung für Bombenanschlag

Skandalurteil Döbeln - Bewährung für Bombenanschlag

Skandalurteil Döbeln – Bewährung für Bombenanschlag

Ein Urteil das fassungslos macht. Am 3. Januar 2019 zündeten linke Attentäter eine Kugelbombe vor dem Döbelner Bürgerbüro der AfD. Die Detonation der 1 kg Bombe hatte eine solche Wucht, dass sogar das gegenüberliegende Gebäude entglast und beschädigt wurde. Dabei entstand ein Schaden von mindestens 16.000 Euro an umliegenden Häusern und Fahrzeugen. Zum Glück sind bei dem Anschlag keine Menschen ums Leben gekommen.

Halb so schlimm, findet wohl das Amtsgericht Döbeln. Die drei Täter kommen mit einer Geldstrafe von je 2.500 EURO an die Opferhilfe Chemnitz und ein Maximalmaß von drei Jahren auf Bewährung davon. Urteile sollen neben der Bestrafung der Täter natürlich auch eine abschreckende Wirkung haben. Abschreckung, die eine Nachahmung verhindern soll.

Das ist im Fall des Bombenanschlages von Döbeln nicht geschehen – im Gegenteil. Es wurde fast eine Blaupause geliefert, wie derartige Anschläge nahezu straffrei werden.

Täter müssen lediglich:

  1. die Wucht der Explosion unterschätzen
  2. unter erheblichen Alkoholkonsum stehen
  3. Reue zeigen und sich entschuldigen
  4. Planung bestreiten
  5. geregelter Arbeit nachgehen

Fast schon verhöhnend lässt sich Richterin Fahlberg nach dem Urteil wie folgt zitieren: „Es darf nicht hoffähig werden, dass man politische Ansichten so ausdrückt wie hier geschehen. Dem muss man einen Riegel vorschieben.“

Eine Aussage, die bei einer harten Verurteilung passen würde, aber nicht bei einem Urteil das keinerlei abschreckende Wirkung hat.

Die sächsische Justiz wird sich gefallen lassen müssen, für die künftigen Anschläge eine Mitverantwortung zu tragen. Ob dieses Urteil das Gewissen der Akteure belastet, bleibt fraglich. Was bleibt, ist in jedem Fall ein Bärendienst an die Glaubwürdigkeit der Justiz.

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