Expertenanhörung zum Wohnkonzept

Expertenanhörung zum Wohnkonzept

Expertenanhörung zum Wohnkonzept

Von Martin Plötze

Vergangene Woche fand im Ausschuß Soziales und Wohnen des Dresdner Stadtrates eine Expertenanhörung zur Vorlage eines städtischen Wohnkonzepts statt. Auffallend gab sich die ausgesuchte Sachorientiertheit Seitens des beigerufenen Expertengremiums. Die zum Teil durchaus in emotionaler Darbringung vorgetragenen Kernaussagen bemühten sich stets um eine Einbettung in systematische Zusammenhänge und belegangebotene Zahlen.

Dies hinderte gleichwohl einen schon im Vorab der Anhörung, in Bezug auf das Marktgeschehen und seiner Faktenkraft skeptischen Stadtrat jener ehemals rotrotgrünen Gestaltungskraft nicht zu resümieren, das Vortragsgeschehen erschiene ihm etwas ideologisch. Ihm war wohl in die Knochen gefahren, dass ein ausgewiesener Experte, vor dem Hintergrund der ungesicherten Zahlen- und Erkenntnislage, in einigen politisch beförderten, energetischen Sanierungsmaßnahmen einen Kostentreiber ohne messbare Zielerfassung sah. Die Mitglieder des Gremiums wirkten irritiert, wurden aber durch die unvermittelte Belustigung aus dem bürgerlichen Lager, ob des Einwands von Seiten des Stadtrates aus dieser Gemütslage erlöst.

Die vorgetragene Faktenlage gehört nunmehr anhand der noch bereitzustellenden Präsentationen geprüft, jene angebotenen systematischen Einordnungen nachvollzogen. Anschließend bildet es sowohl für unsere angehenden als auch erfahrenen Kommunalpolitiker sicher ein schlagfestes Werkzeug im Umgang mit einer fordernden Materie.

Schon anhand der schwerpunktsetzenden Vorträge lassen sich, trotz des noch ungeprüften Materials, die spezifische Dramatik der gegenwärtigen Entwicklung ebenso erkennen, wie die überraschend erfreuliche Lösungsgewilltheit beteiligter Kräfte.

So stellt die Armutsgefährdetheit eines ausgemessenen Teils unserer Bürgerschaft ebenso wenig eine zu vernachlässigende Größe dar, wie der für eine risikolastige Bautätigkeit zahlenmäßig erfaßte Renditekorridor. Außergewöhnlich, wenngleich zugegeben etwas skeptisch stimmend gab sich die vorgetragene Bereitschaft eines Investors zu einem substantiellen Beitrag seiner Branche im Hinblick auf eine Belegungsquote von 10 bis 15 Prozent für preisgebundenen Wohnraum, bezogen auf B-Planvorhaben.

Den Mitwirkenden bei der Erstellung unseres Kommunalwahlprogrammentwurfes war es ehedem schon klar. In diesem Feld müssen wir gehörig Geisteskraft aufwenden, mit jedem Lösungsgewillten reden und unbedingt energisch vorankommen. Der Zusammenhalt der Stadtgesellschaft steht auf dem Spiel.

Erfreulicher Weise konnte mit dem in der zurückliegenden Mitgliederversammlung auf den Vorschlag im Wahlkreis 10 gesetzten Kandidaten erneut eine Fachkraft der Materie gewonnen werden. Wohl bereits in Begleitung unseres fortsetzenden Aufstellungsparteitags wird sich unter seiner Ägide ein Kreis zusammensetzen, um bei der Ausformulierung weiterführender Ansätze nach Maßgabe des beschlossenen Kommunalwahlprogramms, Abstimmungen mit den Befunden des Expertenratschlusses vorzunehmen. Impulse sind herzlich willkommen, immer auch von Seiten politisch anderweitig Verankerter.

? Martin Plötze ist AfD-Spitzenkandidat Wahlkreis 2 zur Dresdner Stadtratswahl am 26. Mai 2019.
? Schreiben Sie gern Ihre Meinung zum Artikel an wahlthemen@afd-dd.de Betreff: Soziales und Wohnen

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