Mein Standpunkt | Reinhard Günzel: Offener Brief an Franziska Schreiber

Mein Standpunkt | Reinhard Günzel:  Offener Brief an Franziska Schreiber

Mein Standpunkt | Reinhard Günzel: Offener Brief an Franziska Schreiber

 

Von Reinhard Günzel

Politik kann grau und trist sein, es gibt aber auch bewegende Momente. Ein solch bewegender Moment war für mich nach der Wahl zum Vorsitzenden des Dresdner Kreisverbandes gegeben, als du mir einen wunderschönen Blumenstrauß überreichtest. Danach sind wir uns wohl nicht mehr direkt begegnet. Inzwischen hast du die Seiten gewechselt, forderst eine Woche vor der Wahl auf, die FDP zu wählen.

Wie konnte das passieren? Hattest du den falschen Umgang? Warum folgst du diesen Rattenfängern?

Es stimmt schon, Menschen mit liberaler Einstellung bestätigt der Wahl-O-Mat immer eine große Übereinstimmung mit der FDP, aber was er nicht beantwortet, ist die Frage, warum man diese Partei nicht wählen darf. Mal ganz abgesehen davon, daß die FDP sehr oft in Regierungsverantwortung stand und daher mitverantwortlich für Entwicklungen ist, die wir umkehren müssen, eine Umkehr für die du durch dein Engagement in der AfD bisher ja auch eingetreten warst.

Na schön, es gab vier Jahre Pause, kein Bundestag, doch wofür steht die FDP jetzt?

Will Herr Lindner ein Europa der Vaterländer, eine Union souveräner freiheitlich und demokratisch verfaßter Nationalstaaten oder steht er für den europäischen Superstaat, ohne demokratisch legitimierte und auch wirksame Einhegung der Staatsmacht, mit abgehobenen Eliten, undurchschaubarer Bürokratie?

Will er das Euro-Experiment beenden? Ein Experiment, das sich immer mehr als Konstrukt zur immerwährenden ökonomischen Ausplünderung Deutschlands, also Versailles ohne Ende, erweist?

Hat er sich gegen die als humanitäre Rettung verkaufte gesetz- und grenzenlose Einwanderung ausgesprochen? Will er die Asylgesetzgebung ändern, um die mißbräuchliche Einwanderung in die deutschen Sozialsysteme zu unterbinden?

Nichts von alledem. Stattdessen will er den zweiten Schritt vor dem ersten tun und fordert ein Einwanderungsgesetz, will so ein weiteres Schleusentor zur Flutung der Sozialsysteme öffnen.

Nein, du hast mit deinem Übertritt so kurz vor der Wahl nicht nur uns und deinem Vaterland schwer geschadet, du hast dir auch selbst ins Knie geschossen. Wenn du ein wirklich liberaler Mensch bist und nicht schon vom Kollektivismus verseucht oder vom Machthunger innerlich zerfressen, so wirst du in deiner neuen politischen Heimat viele ätzende Kröten hinunterwürgen müssen. Es wird dir den Magen umdrehen und die Gedärme zerfressen.

Anders als du glauben machen willst – und unser Gegner greift das willig auf – die AfD ist keinesfalls verloren. Konservative und liberale Menschen mögen sich in dem, was sie für wichtig halten, unterscheiden. Sie werden sicherlich unterschiedliche Schwerpunkte in unserem Programm setzen. Beide Strömungen können aber ohne Einschränkung das Programm als Ganzes anerkennen. Sie schließen nicht einander aus, sondern ergänzen sich.

Das ist die Stärke der AfD, der Garant für den vor uns liegenden Weg in die Regierungsverantwortung.

? Dr. Reinhard Günzel ist Vorsitzender des Kreisverbands Dresden.

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